Offizieller Standort Schloßes von Blois
Architektur
Während mehr als vier Jahrhunderten haben Königinnen und Könige das Schloss von Blois zu einem Kleinod der französischen Architektur gemacht. Rund um den Hof reihen sich vier Gebäude, die von vier großen Epochen zeugen: dem Mittelalter, der Gotik, der Renaissance und dem Klassizismus.

So ist im Nordosten der Saal der Generalstände der größte nicht profane gotische Saal des frühen 13. Jh., der noch heute in Frankreich erhalten ist.

Der Flügel Ludwigs XII. im Osten wurde zwischen 1498 und 1501 im gotischen Flamboyantstil aus Ziegel und Stein errichtet. In dessen Verlängerung befindet sich im Süden eine Galerie und die Kapelle Saint-Calais (1508). Heute ist in dem Flügel das Kunstmuseum untergebracht. Man erkennt an dem Gebäude die ersten Zeichen des italienischen Einflusses.

Der Flügel Franz’ I. im Norden weist die berühmte monumentale Treppe, ein Meisterwerk der Renaissance (1515-1519), auf und birgt die reich möblierten Gemächer von Franz I., Heinrich III. und Katharina von Medici. Er verkörpert auf monumentale Weise, die Begegnung zwischen der französischen Tradition und italienisch inspirierten Elementen.

Schließlich der klassizistische Flügel im Westen wurde von François Mansart für den Herzog Gaston von Orléans, Bruder des Königs Ludwig XIII., von 1635 bis 1638 erbaut. Das Treppenhaus, ein Meisterwerk der klassizistischen Architektur, ist eine prachtvolle Kreation mit einer eingefügten Doppel-Kuppel.


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